Besuch von MdL Josef Heisl und Bezirksrat Stephan Gawlik bei Waldbauer

30. Januar 2025 | Kooperationen, Ausbildung, Waldbauer intern

Firmenbesuch von MdL Josef Heidl und Bezirksrat Stephan Gawlik bei Waldbauer

MdL Josef Heisl (r.) und Bezirksrat Stephan Gawlik (2. v. r.) erhielten von Firmeninhaber Martin Waldbauer (l.) Einblicke zum Schreinerei- und Einrichtungsbetrieb Waldbauer sowie zur aktuellen Situation im Handwerk. Ebenfalls auf dem Bild ist Nico Eder (2. v. l.), der schon seit über 5 Jahren für das Unternehmen Waldbauer tätig ist.

Wie können junge Menschen besser in Handwerksberufe gebracht werden? Und wie kann das Handwerk in Zukunft besser dastehen? Das waren die zentralen Fragestellungen bei einem Betriebsbesuch von MdL Josef Heisl gemeinsam mit Bezirksrat Stephan Gawlik bei unserer Firma Waldbauer im Januar 2025.

Um zu diesem Thema Lösungen und Antworten zu finden, erzählt Inhaber Martin Waldbauer über die Erfahrungen in seinem Schreinereibetrieb, der sich auf Einrichtungen für Hotellerie und Gastronomie spezialisiert hat. „Bei jedem Projekt geht es darum, die vorhandene Individualität unserer Kunden maßgeschneidert umzusetzen“, erklärt Geschäftsführer Martin Waldbauer. Von der Entwurfs- und Werkplanung, über die Fertigung bis zur Montage, teils mit Dekoration – das mittelständische Unternehmen bietet seinen Kunden ein Komplettprogramm. „Wir planen und produzieren von Theken, Rezeptionen, Wandverkleidungen über komplette Zimmereinrichtungen bis hin zu Brandschutztüren aus Holz – eben alles rund ums Hotel und die Gastronomie“, erklärt er.

Firmenentwicklung immer weiter vorangetrieben

Dabei blickt Martin Waldbauer auch noch einmal auf das Jahr 1996 zurück. Er war erst 20 Jahre alt, als der damals das Unternehmen gegründet hat, „sozusagen als Ein-Mann-Betrieb. Damals war ich eigentlich eher eine kleine Bauschreinerei“, merkt er an. Über die Jahre ist der Betrieb immer weiter gewachsen und hat dabei unzählige spannende und herausfordernde Projekte umgesetzt, wie beispielsweise auch Kulissen für die Fernsehsendung „Wetten, dass…?“.

Mit zwischenzeitlich knapp 50 Mitarbeitenden, darunter Innenarchitekten, Planer, Schreiner, Monteure oder auch Verwaltungskräften steht Waldbauer in Büchlberg wirtschaftlich gut da. „Wir können alle Jahre eine leichte Steigerung verzeichnen und erschließen auch immer wieder neue Kundengebiete, wie den Münchner Raum oder auch die Bodenseeregion. Derzeit sind wir dabei, in Tirol Fuß zu fassen“, gibt Martin Waldbauer weitere Einblicke in die Firmenentwicklung.

„Niemals stehenbleiben, immer am Puls der Zeit denken und handeln“, diesen Grundsatz verfolgt Waldbauer seit jeher. Deshalb wird es immer Weiterentwicklungen geben und wichtige Schritte in Richtung Modernisierung getan werden. So geschehen mit der Installation digitalisierter Betriebsabläufe oder mit ständigen Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Produkte, Sparten oder Maschinenpark.

Großes Engagement für den Nachwuchs

Auch personell kann sich der Firmeninhaber nicht beschweren: „Wir haben die Leute, die wir brauchen, aber der Branche insgesamt geht es schlecht. Es gibt immer weniger Handwerker, immer weniger Schreiner.“ Man müsse sich Gedanken machen, wie man die jungen Menschen wieder für das Handwerk begeistern könne. „Natürlich ist die tolle neue Berufsschule, wie sie in Vilshofen steht, ein echter Mehrwert – aber das reicht nicht“, betont Waldbauer. Auch MdL Heisl weiß um die Nachwuchsproblematik. In seiner Funktion als Jugendpolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion hat er auch die Thematik Ausbildung auf dem Schirm. „Wir müssen uns teilweise echt quälen, dass wir Lehrlinge finden“, so Waldbauer, der in diesem Zusammenhang an die Kreativität der Betriebe appelliert.

Das Projekt „Jugendfeuerwehr trifft Handwerk“

Er selbst hat beispielsweise mit dem Projekt „Jugendfeuerwehr trifft Handwerk“, zusammen mit der Bezirksjugendfeuerwehr Niederbayern im Kreisfeuerwehrverband Passau, den Bayerischen Innovationspreis im Bereich Ehrenamt 2024 erhalten. „Feuerwehr und Handwerk zusammenführen liegt nahe, denn unsere Feuerwehr ist das Handwerk“, bestätigt auch Kreisbrandmeister Robert Anzenberger, selbst gelernter Schreiner. Er hat die Aktion mit Martin Waldbauer gemeinsam durchgeführt.

Die Mandatsträger Heisl und Gawlik gratulierten zur Auszeichnung und dankten für das außergewöhnliche Engagement. „Wir brauchen die Feuerwehr. Wir brauchen das Handwerk. Daher ist es wirklich eine wunderbare Aktion“, so Heisl. Er hat zugesichert, die Aktion auch in Zukunft gerne unterstützend zu begleiten.

Fazit

Für uns ist es schön zu sehen, dass sich die Politik direkt vor Ort einen Eindruck macht und Leuten mit langer Handwerkserfahrung Gehör schenkt. Denn dieses Thema erfordert die Kreativität von einzelnen ebenso wie die der gesamten Branche. Wir freuen uns, dass wir praxisnahe Einblicke geben durften und hoffen auf eine goldene Zukunft unseres geliebten Handwerks.

Impressionen vom Besuch im Januar 2025

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